Ursula Hierholzer • Malerei
Inhalt
Allegro ma non troppo - Erlebte Natur

Ursula Hierholzer auf der RED DOT Miami 2012

von Dr. Barbara Aust-Wegemund, Hamburg

Die Red Dot Miami ist eine der erfolgreichsten Kunstmessen, die gleichzeitig mit der Art Basel Miami Beach am 4. Dezember 2012 eröffnet wird. Bis zu 70 nationale und internationale Galerien zeigen zeitgenössische Kunst aus den Bereichen Fotografie, Malerei und Skulptur in einem luxuriösen Zelt auf 60.000 Quadratmetern Fläche. In diesem Jahr werden erstmals Solo-Sektionen zu sehen sein: 75 Solo-Projects mit kleinen Kojen für einzelne Kunstprojekte.

Fokussiert ist die RED DOT Miami auf aufstrebende Galerien und Künstler aus den USA, Europa und den wachsenden Schwellenländern. Wie im letzten Jahr logiert die RED DOT Miami wieder im Wynwood Art District, in feiner Gesellschaft und direkter Nachbarschaft zur Art Miami, Scope und Art Asia.

Die Künstlerin Ursula Hierholzer schaut voller Erwartung nach Amerika und bringt ihre Ansichten so auf den Punkt: "Ich freue mich, dass die EUART Galerie meine Arbeiten auf der RED DOT Miami präsentiert. Es sind fünf großformatige Leinwände in Acryl, die maßgeblich von der Natur beeinflusst sind, wobei das Licht und die Farbe eine große Rolle spielen. Durch die Wahl der Farben und den flüchtigen, lasierenden Pinselstrich soll eine lebendige, lichte Landschaft entstehen. Wie für mich das Malen dieser Bilder ein lustvolles, freies Gestalten der Natur ist, so soll auch der Betrachter die Natur auf meinen Bildern erleben“.

Im Botanischen Garten II

Ausschnitt aus der Eröffnungsrede zur Einzelausstellung „Natur im Licht“

Orangerie des Botanischen Gartens der Universität Münster


von Dr. Michael Wessing, Münster

[...] In Ursula Hierholzers Bildern ist das Licht und die Farbe das Hauptthema. So korrespondieren z. B. Parklandschaften als Rotkontraste mit Blau und Grün unter einem leichten schwebenden Himmel. Der Aufbau des Bildes „Ortschaft“ ergibt sich durch Schichtungen: unten die grünen Felder, darüber vielleicht Häuser in Rot vor einer Waldstruktur. Ein Himmelsband, das sich im Hintergrund gelb abhebt und zu leuchten scheint, wurde durch das Auftragen von Lasuren erzeugt. Man ist geneigt, eine impressionistische Malweise zu erkennen, wo die Formen und Farben nicht so dargestellt werden, wie sie vermeintlich sind, sondern so, wie die Künstlerin sie im alles verändernden Licht sieht: als ein aufblitzendes und verschwindendes Licht, als Bewegung der Luft, als Erschütterung des Körpers. Zugleich hebt sich aber auch in dieser Konzentration des Lichts das historische Beleuchtungsprinzip im Sinne etwa eines Caravaggios auf. Die Schatten versinken, die Bildwelt wird zu einer Lichterscheinung des Naturlichts.

Ortschaft

Marion Zimmermann, Galeristin in Hamburg, zu einigen Bildern aus der Serie "Natur im Licht"

"Ursula Hierholzer spricht durch ihre Malerei, in der sie Licht einfängt und das Bild durch eine dynamische Strichführung zum Leben erweckt. Ihr vorrangiges Gestaltungselement ist dabei die Linie, mal fein ausgeführt, mal handbreit, aber immer kraftvoll. Durch Überlagerung bringt die Künstlerin Tiefe in ihre Werke, die Bildausschnitte der Natur werden drei-dimensional......"

Septembersonne